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für die kritische Masse in der Rheinischen Kirche

1-2015

Brennpunkt Israel – Die weltweit wachsende Boykott-Bewegung

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- Eine Anregung der „Solidarischen Kirche im Rheinland“ (SoKi)

Deutsche Kritiker israelischer Politik, die die international wirksame Kampagne „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS, seit 2005) unterstützen, werden häufig als „Antisemiten“ oder „Israel-Hasser“ verdächtigt oder gebrandmarkt. Dabei wird oft aus Unkenntnis oder mit Absicht  nicht erwähnt, dass seit 1988 in Israel selbst zu solchen Boykottmaßnahmen aufgerufen wird – von FriedensaktivistInnen und Menschenrechtsgruppen, Historikern und anderen WissenschaftlerInnen, Literaten und Journalisten, Knesset-Abgeordneten und Israel-Preisträgern. Hinzu kommen mehr als 20 jüdische Organisationen in verschiedenen Ländern.

2009 verschaffte der Ökumenische Rat der Kirchen mit seinen 349 Mitgliedskirchen in 120 Ländern dem Boykottaufruf als Teil des Kairos-Palästina-Dokuments auch im kirchlichen Bereich Gehör. Über 30 Kirchen bzw. kirchliche Organisationen schlossen sich dem weltweit an.

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„Völkermord verjährt nicht“

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Klaus Matthes

„Völkermord verjährt nicht“. Dieses unstrittige Urteil ist zu einem kirchenpolitischen Reizwort geworden, nachdem es als Titel für einen Kommentar zu einem von der EKD (Ev. Kirche in Deutschland) initiierten Studienprozess (SP) gewählt wurde. Was ist geschehen?

Da gibt es den vom Rat der EKD 2007 in Auftrag gegebenen Studienprozess „Deutsche Evangelische Kirche im kolonialen südlichen Afrika“, der 2011 einen 700 seitigen Band herausgibt (Harrassowitz Verlag,  Wiesbaden). Markus Braun, ein ausgewiesener  Experte für das Südliche Afrika und Aktiver in der Antiapartheid – und Solidaritätsarbeit,  schreibt einen kritischen Kommentar dazu: „Völkermord verjährt nicht“ (Berliner Beiträge zur Missionsgeschichte 17, Wichern- Verlag, Berlin, 2014).

Anstatt sich zu freuen, dass ein Mensch  so viel Papier bearbeitet und so der SP über den Träger- und Verantwortlichenkreis hinaus ins Gespräch kommt, wird die Kanone geladen: „Von einer Auseinandersetzung, die akademischen Ansprüchen genügen würde“, könne nicht die Rede sein. „Viele Sachverhalte werden verzerrt“  von Markus Braun dargestellt. So eröffnen drei Verantwortliche für den SP (Dr. Hanns Lessing, OKR Klaus J. Burckhardt und Prof. Dr. Jürgen Kampmann)  die Auseinandersetzung mit dem Kommentar.

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