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ÖRK-Jugendkommission

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Christina Biere

ÖRK-Jugendkommission

… richtet den Blick auf „Gewalt“ und „Mission“

Die zweite Tagung der in dieser Amtsperiode neuen ÖRK-Jugendkommission seit ihrer Einberufung vom Zentralausschuss 2006 war fokussiert auf die Schwerpunktthemen „Gewalt“ und „Mission“, geprägt von gemeinsamen Sitzungen mit der „Kommission für Weltmission und Evangelisation“, sowie von der Ersterarbeitung von Geschäftsordnung und Arbeitsschwerpunkten.

Die zukünftige Arbeit der Kommission wurde in drei Richtungen geprägt:
  1. Ein wechselnder lokaler Kontext für die Sitzungen ist nach der Meinung der Kommissionsmitglieder unerlässlich a) für die Sicherung der thematisch relevanten ökumenischen Arbeit neben den strukturellen Fragen, b) für die Vernetzungsarbeit mit der lokalen und regionalen Ökumene und c) für einen gerechten Perspektivenwechsel zwischen den unterschiedlichen ökumenischen Anliegen der Weltregionen.
  2. Gemeinsame Sitzungen mit anderen ÖRK-Gremien (wie 2007 mit den Ecumenical Officern in Genf und 2007 mit der Kommission für Weltmission und Evangelisation, CWME) leisten einen wichtigen Beitrag a) zur Wahrnehmung dieser neuen Struktur in traditionellen Arbeitsgebieten des Rates, b) zur Bewusstseinsbildung für intergenerationelles ökumenisches Lernen, c) für die Aufgabe des Mainstreaming von jungen ökumenischen Perspektiven in den verschiedenen Arbeitsbereichen des ÖRK.
  3. Die von der Vollversammlung benannten Ziele der Kommission (nachhaltige Beteiligung junger Erwachsener auf allen Ebenen im ÖRK, Stärkung der ökumenischen Bewegung durch ÖRK-Mitgliedschafts-übergreifende Zusammenarbeit auf Jugendebene, Entwicklung und Praxis von Modellen intergenerationellen ökumenischen Lernens) werden in vier Arbeitsgruppen bearbeitet mit der Fokussierung auf a) Mainstreaming durch Begleitung der ÖRK Programm- und Kommissionsarbeit mittels verteilter Zuständigkeiten an einzelne Kommissionsmitglieder (Schwerpunkt DOV und Mission), b) Internetkommunikation und digitale Informationsdatenbanken als Antwort auf marginale Kommunikation ökumenischer Anliegen mit der jungen Generation, c) Netzwerkarbeit durch Globale Ökumenische Foren für regional und weltweit agierende ökumenische Jugendorganisationen zwecks gemeinsamer thematischer Prioritätensetzung und Vorbereitung von Jugendvorkonferenzen (Edinburgh, IEPC, Assembly), d) Ökumenische Aus- und Weiterbildung durch Schaffung von Medienressourcen und Initiierung eines Konsultationsprozesses zu Bedeutung und Inhalten von „Ecumenical Formation Today“.

Herausforderungen der Arbeit stellt die Betreuung durch ausreichende Kapazitäten im ÖRK-Staff und die Unterfinanzierung der Kommissionsarbeit im Vergleich zu traditionellen Kommissionen dar. Die ÖRK Fund-raising Mechanismen sind nicht unterstützend. Arbeitsgruppen sind mit ihren zukünftigen Projekten auf Kooperationen mit einzelnen ÖRK Mitgliedskirchen und deren ökumenischen Organisationen angewiesen. Eine Unterstützung der Anliegen durch die ältere Generation geschieht bislang nur nach intensiver Ansprache und konkreter Begegnung und hinterlässt trotzdem zu oft deprimierende Resultate. ☐

Christina Biere ist Mitglied des Zentralausschusses des ÖRK

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