TRANSPARENTonline

für die kritische Masse in der Rheinischen Kirche

Nr. 92

editorial

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djsasilberTransparent 2011

Die gute Nachricht zuerst: Transparent ist trotz zusammengeschmolzener Rücklagen noch nicht untergegangen, sondern schwimmt weiter im Jahr 2009. Niemand muss um sein Abo Angst haben. Alle werden in diesem Jahr wie gewohnt vier Hefte bekommen.

Das Jahr 2009 ist gewissermaßen das Freischwimmerzeugnis für Transparent (15 Minuten). Wir arbeiten zugleich am „Fahrtenschwimmer“ – 30 Minuten –, also für die Jahre 2010 und 2011. Und dafür brauchen wir einige Menschen, die in der Tat bereit sind, das Rettungsschwimmerzeugnis (DLRG) abzulegen bzw. sich für Transparent einzusetzen.

Und jetzt die schlechte Nachricht: Bei unseren Abonnentenzahlen werden wir in den beiden genannten Jahren das Minus zwischen Ausgaben und Einnahmen nicht mehr durch Rücklagen ausgleichen können. Um bis 2011 verantwortlich planen zu können, brauchen wir FörderabonnentInnen, also SponsorInnen, die uns für 2010 und 2011 verbindliche finanzielle Zusagen machen. Wir brauchen 20 Menschen, die uns jährlich 100 Euro, bzw. 40 Leute, die uns 50 Euro zusagen. Natürlich sind wir auch für andere Beträge empfänglich.

Daher, liebe Leserinnen und Leser, liebe kritische Masse in der Rheinischen Kirche, es liegt an Euch/Ihnen, ob es Transparent im Jahr 2011 noch geben wird.

„Transparent darf nicht sterben“, haben wir in den letzten Monaten oft gehört. Es sei das einzig kritische Printmedium im Rheinland und darüber hinaus. Ohne Transparent fielen wichtige Themen unter den Tisch und fänden gar keine Öffentlichkeit mehr. Die SoKi (Solidarische Kirche) verlöre ein entscheidendes Instrument, das Ökumenische Forum ebenfalls. Eine wichtige Plattform, auf der sich Solidarität mit Minderheiten artikulieren kann, entfiele, wenn es Transparent nicht mehr gebe. Solche Stimmen freuen uns natürlich und machen Mut, das Projekt Transparent weiter zu führen. Die Redaktion mit ihrer schmalen Personaldecke ist bereit, auch in Zukunft vier Hefte  im Jahr herauszubringen.

Die Entscheidung muss am 1. Juli diesen Jahres fallen. Ist bis dahin die Weiterfinanzierung einer Druckausgabe in der bisherigen Form nicht gesichert, wird Transparent zwar nicht sterben, aber  dann wird, was Transparent betrifft, nichts mehr so sein, wie wir es kennen.

Das kann bedeuten: Es gibt Transparent nur noch als Internetausgabe. Oder es erscheinen wieder – wie vor vielen Jahren – Rundbriefe der SoKi. Oder jährlich wird ein Almanach mit langen Beiträgen wie die jetzigen Innenteile (gegen Bestellung und auf Rechnung) produziert.

Alle, die wollen, dass Transparent die nächsten zwei Jahre wie gewohnt weiter erscheint, rufen wir dazu auf, ermuntern wir, bitten wir, sich als FörderabonnentInnen zu engagieren. Das heißt konkret, uns (zusätzlich zum normalen Abopreis) für das Jahr 2010 einen Förderbetrag  in Höhe von 50, 100 oder mehr Euro zu überweisen – und nach Möglichkeit uns einen weiteren Betrag für das Jahr 2011 zuzusagen. (Bankverbindung im Kasten unten.)

Wenn wir bis zum 1. Juli 2009 nicht genügend SponsorInnen finden und die Druckausgabe mit Ablauf des Jahres 2009 dann doch eingestellt wird, überweisen wir die Spendengelder zurück. Versprochen.

Wir in der Redaktion sind guter Zuversicht, dass eine finanzielle Sicherung von Transparent für die Jahre 2010 und 2011 gelingen kann.

Wir leben – hoffentlich noch lang!

Die Redaktion

Kontoverbindung
Inge Horstmann – Transparent
Bank für Kirche und Diakonie
BLZ 350 601 90,
Kto-Nr. 301 817 402 1

Hier geht's zum aktuellen Heft (Nr. 92, April 2009)Das aktuelle Heft

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Notfallseelsorge an den Verantwortlichen

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Hans-Peter Lauer

Notfallseelsorge an den Verantwortlichen

Das Schweigen der Kirche in der Weltwirtschaftskrise

Die Weltwirtschaftskrise ist in vielen Betrieben vor Ort angekommen. Damit wird sie von den betroffenen Beschäftigten nicht mehr nur im Fernsehsessel als Medienereignis betrachtet, sondern in der eigenen Lebensrealität als handfeste Bedrohung ihrer materiellen Existenz erfahren. Doch eine deutliche und öffentlich wahrgenommene Positionierung von Kirchenleitungen lässt noch auf sich warten. So empfiehlt in einem epd-Interview EKD-Kirchenamtspräsident Hermann Barth angesichts einer Situation, in der das Scheitern der marktradikalen Ideologie nicht mehr zu übersehen ist, ein bedächtiges Abwägen: „Zum christlichen Reden in der Öffentlichkeit gehören zwei Seiten: den Mut zu haben, etwas zu sagen, und sich die Freiheit zu nehmen, zu schweigen.“ Für den Verzicht auf ein kritisches Wort muss sogar der Herr der Kirche geradestehen: „Wir können die Gewissheit haben, dass auch das Jahr 2009 ein Jahr des Herrn sein wird. Ist das nicht eine Botschaft, die im Mittelpunkt stehen muss? Wir sind Kirche und nicht die besseren Wirtschaftssachverständigen. Wir haben im Kern eine geistliche Botschaft.“ Nicht mit dem Analysewerkzeug der Sozialethik, sondern mit dem Verbandskoffer der Notfallseelsorge, so könnte man zugespitzt seine Äußerungen zusammenfassen, soll die Kirche auf die wahrscheinlich größte Wirtschaftskrise seit 1929 reagieren. Hinzu kommt noch, dass die Hauptsorge offenkundig gar nicht den Belegschaften, sondern den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik gilt, wenn gefragt wird: „Besteht nicht die größere, die dringlichere Aufgabe darin, als Seelsorger Gesprächspartner für Menschen zu sein, die unter der Bedingung der Unsicherheit handeln müssen?“ Seelsorge in der wirtschaftlichen Großschadenslage richtet sich danach vorrangig an Menschen in Führungspositionen, die unter der Bedingung der Unsicherheit handeln müssen, nicht jedoch zuerst an die Vielen, die unter drohender Entlassung und Betriebsschließung zu leiden haben. Mit dem Verweis, man dürfe jetzt dem Verlangen, konkret zu werden, nicht nachgeben, wird zugleich die Rechtfertigung geliefert, sich als Kirche aus der öffentlichen Verantwortung davonzustehlen.
Dabei besteht die wesentliche Herausforderung für die Kirche keineswegs darin, Handlungsempfehlungen zur Krisenbewältigung erteilen, sondern sich der durchaus auch geistlich zu führenden Auseinandersetzung mit dem herrschenden Geist zu stellen. Es geht um nichts anderes, als jetzt auch zu tun, worum ein altes Gesangbuchlied immer schon bittet: „Lehre mich kämpfen und prüfen die Geister.“
Beispielhaft für den Geist, der in den vergangenen Jahren wehte und nun Sturm erntet, ist eine These, wie sie der Wirtschaftsprofessor C. Christian von Weizsäcker in seinem Buch „Die Logik der Globalisierung“ (1999) aufstellte: „Die Weltprobleme werden dadurch gelöst, dass man der Wirtschaft die Führungsrolle vor der Politik überlässt. Wenn unter dem Primat der Politik eine weitgehende Politisierung des Wirtschaftsgeschehens verstanden werden soll, dann kann dies nur in Stagnation, also letztlich in der Katastrophe enden.“ Wohin auf der anderen Seite der Herrschaftsanspruch der Wirtschaft über die Politik führt, zeigt sich derzeit. Der Glaube, dass ein deregulierter Markt die Welt retten könne, ist keine Phantasie im akademischen Elfenbeinturm geblieben. C. Christian von Weizsäcker gehört zu jenen Wirtschaftssachverständigen, die als Berater in Regierungsgremien auch Einfluss auf politische Entscheidungen nahmen.
Ein selbst auferlegtes Schweigen der Kirche, das weiterhin die Meinungshoheit sogenannten Experten überlässt, ist kein Beitrag zur notwendigen Revitalisierung der demokratischen Kultur im Lande. Stattdessen kommt es darauf an, zur Abkehr von einer verabsolutierten Marktwirtschaft aufzurufen. Sollte die Kirche dem längst fälligen öffentlichen Konflikt mit dem Ungeist zynischer Profitmaximierung ausweichen, dann muss sie sich nicht wundern, wenn sie zu dem Salz wird, von dem der Herr der Kirche sagt: „Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschütte und lässt es von den Leuten zertreten.“ (Matthäus 5, 13) ☐

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Die Barmer Theologische Erklärung 1934 – 2009

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Die Barmer Theologische Erklärung 1934 – 2009

Dass EKD, UEK und VELKD erstmals eine gemeinsame Arbeitshilfe zur Barmer Theologischen Erklärung (BThE) herausgeben, ist ebenso erstaunlich wie erfreulich. Ist doch bekannt, dass die theologische Bedeutung der BThE in den einzelnen Landeskirchen und Kirchenbünden sehr verschiedenen gewichtet wurde und wird. Man sehe sich dazu nur einmal auf der CD des Evangelischen Gesangbuchs (EG) an, wie die BThE in den einzelnen Ausgaben jeweils wiedergegeben – und manchmal regelrecht zugepasst, um nicht zu sagen entschärft – wird. Aber aus Anlass des 75-jährigen Jubiläums erscheint eine gemeinsame Arbeitshilfe – zweifellos ein Fortschritt.


Der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, hofft in seinem Geleitwort, die Arbeitshilfe – damit also die BThE – möge zur theologischen Besinnung „in den gegenwärtigen kirchlichen Reformprozessen“ beitragen. Der Schwerpunkt der Arbeitshilfe liege auf Barmen III, wo „Wesen und Auftrag der Kirche“ bestimmt werde.

Beschäftigt man sich näher mit der Broschüre, so zeigt sich ein redliches Bemühen der AutorInnen, Aussagen der BThE zu aktualisieren, jedoch mit einer reduktionistischen Hermeneutik. Der mit der BThE verbundenen „gefährlichen Erinnerung“ (J.B. Metz) geht man dabei aus dem Weg. Weder wird der Ruf des Nazareners heute vernehmbar: Folge mir nach! (Niemöllers Leitfrage: „Was würde Jesus dazu sagen?“), der das ganze Barmer Bekenntnis auszeichnet. Noch werden die „anderen Herren und Mächte“ (Barmen II) enttarnt, die anstelle der Königsherrschaft Jesu Christi in Form von Ideologien, Sachzwängen und handfesten materialistischen Interessen über uns regieren wollen. Auch von den Versäumnissen der Brüder und Schwestern der Bekennenden Kirche damals findet man nichts – weder vom Schweigen über die von den NS-Machthabern mit Füßen getretenen Menschenrechte, noch vom Vermeiden eines Bekenntnisses zur Heilsbedeutung Israels und zur Solidarität der Kirche mit den verfolgten Juden (die „ungeschriebene siebte These“ [E Bethge]). So schweigt man auch über das Stuttgarter Schuldbekenntnis von 1945 und den Bußruf des Darmstädter Wortes von 1947, die zur Aufarbeitung der Geschichte von Barmen und der Bekennenden Kirche unabdingbar dazu gehören. Fazit: Die BThE ist auf jeden Fall schärfer als die vorliegende Handreichung.

Im sogenannten EKD-Leuchtturm-Papier: „Die Kirche der Freiheit“ wurden von Heino Falcke und anderen die ökumenischen Aspekte vermisst. Sie fragten: was nützen alle Reformbemühungen des deutschen Protestantismus, wenn die weltweite Verbundenheit mit Glauben und Nöten der Kinder Gottes verloren geht? Dieses Außerachtlassen ökumenischer Aspekte zeigt sich auch in der BThE-Handreichung. Ist es eine Folge davon , dass man für die EKD-Reformprozesse eine harmlose, sozusagen „weichgespülte“ Präsentation theologischer Kernsätze bevorzugt? Stören theologische Radikalität, ökumenische Geschwisterlichkeit und weltweite Solidarität?


Transparent dokumentiert daher bewusst die folgenden zwei Texte – sozusagen als Kontrapunkt:

Einen „Zwischenruf“ von Gerhard Dilschneider zum Fehlen der ökumenischen Auswirkungen der BThE in der EKD-Handreichung. (Siehe dazu auch das letzte Kapitel „Fragen aus der Ökumene“ in: „Wir verwerfen die falsche Lehre – Arbeits- und Lesebuch zur BThE und zum Kirchenkampf“, Wuppertal 1984, Seite 276 – 284). „75 Jahre Barmer Theologische Erklärung“

Einen Vortrag von Georges Casalis aus dem Jahre 1984: „Die Wirkung von Barmen in den französischen Kirchen“, aus: Das eine Wort für alle, Barmen 1934-1984, Neukirchen, 1986 Die Wirkung von Barmen in den französischen Kirchen

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Auf ein Neues …

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Sören Asmus

Auf ein Neues …

oder: Zwei Schritte vor, einen zurück:

Die rheinische Synode 2009

Im Januar trat die neugewählte Synode der EKiR im – für die meisten Synodalen – vertrauten Bad Neuenahr zusammen, um ihre Arbeit aufzunehmen. Dabei kamen Beschlüsse zustande, die den Weg der EKiR in die Zukunft weisen sollen, und die eine oder andere Nachbesserung, die notwendig wurde.

Da diese Beschlüsse ja nur so stark sind wie ihre Umsetzung in den Gemeinden und Kirchenkreisen, sollen hier diejenigen vorgestellt werden, die die Aufmerksamkeit zur kritischen Weiterarbeit nahe legen.

Arbeiten im Kirchenkreis

Wie schon auf der letzten Synode angegangen sollen die Kirchenkreise der EKiR eine Konzeption ihrer Arbeit erstellen, in der die zustehenden Pfarrstellen auf die jeweiligen Arbeitsfelder in Gemeinde und funktionalen Aufgaben verteilt werden. So mancher Kirchenkreis steckt da schon in verschiedenen Kniffligkeiten: Sei es, dass man die zugewiesenen Stellen gar nicht alle ausschöpfen will, sondern mit dem jeweiligen Bestand ganz zufrieden ist und die Mehrkosten nicht im Pfarramt unterbringen will, sei es, dass man zwar zu viele PfarrerInnen im Kirchenkreis hat, diese aber auch gerne behalten möchte. Das Geld hat hier die steuernde Funktion und spielt für viele Kirchenkreise – und damit auch die Gemeinden – die entscheidende Rolle. Wohl dem Kirchenkreis, der hier mehr als „grade genug“ hat. Und da es im ganzen ja mit den PfarrerInnen in der Landeskirche glatt aufgehen soll, ist sicher damit zu rechnen, dass so etwas wie ein Pfarrstellenhandel stattfinden wird, ähnlich wie wir es vom CO2-Handel beim Weltklima kennen. Der eine Kirchenkreis (ein „reicher“) übernimmt die Stellen, die der andere (ein „armer“) nicht besetzten kann oder will.
Was aber als Ausgangspunkt hatte, bei der Planung der Pfarrstellen mehr Sicherheit und Perspektiven zu entwickeln, um damit auch die Personen im Wartstand und die BerufsanfängerInnen gezielt unterzubringen, wird nach dieser Synode nun ausgeweitet. Da das Geld ja weniger werden wird, wie der Finanzdezernent Immel versicherte, fiel nun allen auf, dass ja auch die anderen Dienste ins Gesamtprogramm aufgenommen werden müssen. Dementsprechend sollen nun in der Gesamtplanung auch die Versorgung mit Kirchenmusik, Jugendarbeit und anderem mitbedacht werden. Das ist im Blick auf die Vielfalt der Dienste im Rheinland ein nötiger Fortschritt und macht wieder deutlich, dass Kirche von mehr lebt als von PfarrerInnen. Es macht aber auch deutlich, dass das Nachwuchsproblem und die Unterbringung der PfarrerInnen, die wir in der EKiR haben, doch schwerer zu lösen sein wird, als nach der letzen Synode gedacht. In so fern war dieser Beschluss ein notwendiger Schritt zurück auf dem Weg in die Zukunft. Und es wird weiter vor Augen führen, dass innerhalb des gegenwärtigen Besoldungsgefüge der Spielraum für die Arbeit in der Gemeinde immer enger wird.

Ergänzende pastorale Dienste

Aber es gibt ja immer noch die Pastoren mit Ordinationsrechten und Pflichten, die man „hat“, aber die nicht voll zu Buche schlagen. Ebenso wie bei den PrädikantInnen wird man auf ihre Dienste immer wieder und vermehrt zurückgreifen müssen. Denn gerade wenn die Stellen im Kirchenkreis „passgenau“ verteilt werden und die Zahl der mbA-PastorInnen immer weiter abnimmt, wird es eben eng, wenn jemand wegen Kindern, Krankheit oder besonderer Belastungen ausfällt – und auch die Ferienzeit wird von den SuperintendentInnen besondere Kreativität verlangen. An dieser Stelle kamen die Ergebnisse der Arbeitsgruppe zu alternativen Beschäftigungsverhältissen ins Spiel. Durch den Vorstoß des Theologischen Ausschusses wurden diese Ergebnisse unter dem neuen Titel: „Ergänzende Formen pastoralen Dienstes“ aufgenommen. Hintergrund dieses Beschlusses ist eine doppelte Schwierigkeit: Zum einen will man vermeiden, dass das parochiale Pfarrbild „weiter ausgehöhlt“ werde. Zum anderen ist aber auch deutlich, dass diese Dienste nur dann verlässlich vergeben und übernommen werden können, wenn diejenigen, die es machen sollen, damit zu ihrem Lebensunterhalt beitragen müssen. Und bei allen anderen wird es fraglich sein, ob sie unter der Woche und über längere Zeiträume die Möglichkeit haben, neben ihrem Job für die Gemeinde tätig zu sein. Also soll es die Möglichkeit geben, über eine Art „Agentur“ bei der Landeskirche herauszufinden, welche PastorInnen im Rheinland sich zur Verfügung stellen, vertretend oder ergänzend woanders tätig zu sein, was sie anbieten können (z.B. Bibelwochen usw.) und was das dann auch die Gemeinde oder den Kirchenkreis kosten soll. Dabei war von Seiten des Innerkirchlichen Ausschusses deutlich gemacht worden, dass es dadurch nicht zu einer rechtswidrigen Form der Scheinselbstständigkeit kommen dürfe und man auch ein Interesse haben solle, dass es nicht zu prekären Beschäftigungen kommt – schließlich gibt es auch im Rheinland so etwas wie eine sozialethische Verantwortung.
Als „Lösung“ ergab sich zum einen die bisher schon bestehende Möglichkeit von Verträgen, zwischen Kleinverträgen über 360 Euro u.ä. bis hin zu befristeten Verträgen für Vertretungen, die sich dann nach dem Tarifrecht richten müssen. Es ist zu hoffen, dass Gemeinden das auch nutzen, wenn es um kleinere strukturelle Ergänzungen geht. Daneben wurde auch beschlossen, die erwähnte Agentur auszuprobieren, damit hier mehr Flexibilität möglich wird, allerdings sollen da noch die Tarife überarbeitet werden. Die dritte Möglichkeit, die als Alternative zur Agentur aus dem Innerkirchlichen Ausschuss kam und das ganze System abgerundet hätte, fiel leider unter den Tisch: Eine Differenzierung der Tabelle für die Aufwandsentschädigung zwischen PfarrerInnen im Dienst der EKiR und PrädikantInnen auf der einen und den ausgebildeten, ordinierten TheologInnen ohne Dienstverhältnis auf der anderen Seite. Denn ohne den PrädikantInnen ihre Begabung und Befähigung zur Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung absprechen zu wollen, es besteht ja zumindest von der Qualifikation eine gewisser Unterschied zwischen den Voraussetzungen zur Ordination. Und wer eben von dem Zuverdienst als TheologIn abhängig ist, dem sollte hier auch eine unbürokratische, aber relevante Verdienstmöglichkeit eröffnet werden. Dann bekäme das System der ergänzenden pastoralen Dienste eine wirksame und differenzierte Gestalt, die es den Gemeinden erlaubte, angemessen die Ergänzung zur Arbeit zu suchen, die sie brauchen, während die PastorInnen für sich eine sinnvolle Perspektive für ihre Lebensgestaltung finden könnten. Allen ist klar, dass davon niemand alleine Leben kann, aber gerade heutige AkademikerInnen sind es gewohnt, sich ihre Einkommen auch aus verschiedenen Quellen zusammenzustückeln.
Auf etwas Verwunderung bei einigen an der Diskussion beteiligten stießen die Sorgen anderer, dass das Pfarrbild „weiter aufgeweicht“ werden könne. Nimmt man die Beschlüsse der verschiedenen vorherigen Synoden ernst, die den Sonderdienst eingeführt hatten, Pfarrstellen mit 50% oder 75% Dienstumfang einführten, die Ordination ausweiteten usw., dann sollte deutlich sein, dass das Rheinland einen Weg geht, der zu einem weiten und zukunftsfähigen Verständnis von Amt und pastoralem Dienst führt. Dieses Verständnis und die Praxis in vielen Gemeinden ist längst weit von der herkömmlichen Idee des parochialen Pfarramtes als Norm entfernt. Allein es scheint an der theologischen Begründung und Reflexion zu fehlen, die dieser Realität gerecht wird. Hier liegt sicher eine Aufgabe für den Theologischen Ausschuss, oder auch für die neu installierte Pfarrvertretung. Man wird also noch mal einen Schritt zurück machen müssen, um die Gegebenheiten im Rheinland auch theologisch deutlich zu machen, nachdem man bereits mehr als zwei Schritte nach vorn gemacht hat, was das Amt angeht.

Pfarrvertretung im Rheinland

Was andere Kirchen schon lange rechtlich geordnet haben, gibt es nun auch im Rheinland. Die Form, in der PfarrerInnen in unserer Kirche vor dem Dienstgeber vertreten werden, wenn es zu rechtlichen Konflikten kommt, sowie die Beteiligung dieser Gruppe an den sie betreffenden Rechtsvorhaben ist nun vorerst geregelt. Allerdings ist dieser Schritt nach vorne nur ein „hinkender“, da auf der Synode deutlich wurde, dass es noch einigen Nachbesserungsbedarf gibt. Zur Zeit sieht das Gesetz vor, dass von der Pfarrvertretung alle TheologInnen im Dienst der EKiR vertreten werden sollen, aktives und passives Wahlrecht aber haben nur die InhaberInnen von Pfarrstellen. Das ist sicher dahingehend zu begrüßen, dass verhindert werden sollte, dass es im Rheinland in Zukunft tätige Beschäftigte gibt, die nicht Zugang zu einer Arbeitsvertretung haben.
Es bringt aber auch die etwas seltsame Situation mit sich, dass z.B. TheologInnen, die als PressereferentInnen angestellt sind (also nicht als PfarrerInnen), nun sowohl von ihrer MAV, als auch von der Pfarrvertretung repräsentiert werden. Dieser Unklarheit wird man sicher auch noch abhelfen müssen. Weiterhin – und dies hielt die Synode auch fest – ist offensichtlich, dass die VikarInnen und PastorInnen zur Anstellung auf mbA-Stellen in dieser Vertretung nicht angemessen berücksichtigt sind. Wie die Diskussion um den „Nachwuchs“ in den letzten Jahren – und vor allem die Beteiligung an ihr – zeigte, sind deren Themen nicht die Themen der PfarrerInnen in den Dauerstellen. Hier muss noch ein Weg gefunden werden, auf dem die Arbeit, die bisher und weiterhin der Rheinische Konvent macht(e), in dieses System eingefügt werden kann. (Auch die Frage, inwieweit die PastorInnen ohne Beschäftigung bei der Landeskirche in die Gemeinschaft der Ordinierten und ihre Vertretung bei der Landeskirche eingefügt werden, bedarf einer Antwort). Hier liegt Arbeit vor allen Beteiligten, bis dieser Schritt wirklich gemacht ist.
Eine Lösung könnte darin liegen, dass man für den „Nachwuchs“ eine eigne „Bank“ einrichtet – also einEn VertreterIn, die nur von dieser Gruppe gewählt wird. Ähnliches könnte man sich für die PastorInnen ohne Anstellung denken. Natürlich setzt das eine gewisse organisatorische Einbindung in die Landeskirche voraus, aber es scheint sich aus der Praxis auch in anderen Kirchen zu bewähren.

Und dann Warten noch welche …

Die Frage nach dem mbA-Verfahren, welches sowohl im Blick auf den Nachwuchs und seines Bewerbungsmodus, als auch im Blick auf die KollegInnen im Wartestand und ihre Eignungsprüfung, eine debattierte Frage ist und bleibt, kam nur am Rande vor. Der Präsesbericht nannte das Thema Wartestand – und verband es sofort mit dem Hinweis, dass da noch weitere Erfahrungen gemacht werden müssten. Das ließ wenig Raum zur Debatte. Allein, auch nur wenige nutzten dies. Im Blick auf die sich in den Dienst der Landeskirche Bewerbenden ist es immer noch ein großes Problem, dass die Noten der Examina viele im Bewerbungsverfahrn ausschließen, die es auch bis ins Gespräch gebracht haben, es aber trotz der dort gezeigten Fähigkeiten dann nicht in den Dienst „rein schaffen“. Diese Erfahrung macht deutlich, dass die Betonung, die auf den Noten liegt und so von der Synode angenommen war, sich doch im Blick auf Befähigung als zweifelhaft erweist. Dennoch bleibt festzustellen, dass dieses Verfahren bei allen Nachteilen für die BewerberInnen transparent ist. Man weiß, wann man keine Chance mehr hat, und man weiß, worauf die Auswahl letztlich beruht. Das mag für die Befähigung für den Dienst kein sinnvolles Kriterium sein, dann muss man das eben ändern. Aber aus der Sicht derer, die auf ein nachvollziehbares Verfahren drängen müssen, erscheint es wenigstens klar – wenn auch gerade bei denen, die ihre Fähigkeiten woanders als in den Noten haben, nicht wirklich perfekt. Wie hier in Zukunft die Verhältnisse zwischen Noten und anderen Befähigungen geregelt werden, wäre sicher nochmals eine Debatte wert. Allerdings ergriff im Plenum dazu außer dem Vertreter des Nachwuchses niemand das Wort. Und – dies sei erlaubt – mir war es nach all den Debatten, die im Rheinischen Konvent geführt wurden, wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir wenigstens ein berechenbares Verfahren haben.
Ebenso schweigsam zeigte sich das Plenum im Blick auf die KollegInnen im Wartestand. Deren Situation war das eigentliche Thema im Präsesbericht und die Bitte des Präses, dies jetzt nicht weiter zu diskutieren, wurde auch im Grunde beachtet. Das war schade, betrachtet man die Unruhe, die das jetzige Verfahren auch gerade unter den KollegInnen im Wartestand, aber auch in Kirchenkreisen und Synoden mit sich bringt. Allein: Es scheint doch kein so zentrales Problem zu sein, als dass jemand für diese das Wort ergriffen hätte und auf weitere Beschäftigung drängte. Andere Themen des Präsesberichtes waren offensichtlich anregender für Anträge aus dem Plenum. Ob hier nach zwei Schritten nach vorne nochmals einer zurück gemacht werden muss, wird sich also noch zeigen. Vielleicht war auch zu vielen Synodalen im Kopf, dass der seinerzeitige Beschluss zu mbA, Pfarrwahl usw. ja ein befristeter war. Ob sich aber nach der Frist das mbA-Verfahren wieder erledigt und wir zu einem „zurück wie zuvor“ kommen, erscheint mir doch fraglich, wenn in den landeskirchlichen Gremien der Eindruck entsteht, dass sich das Verfahren ja „bewährt habe“.

Und dann war da noch …

… eine ganze Menge weiteres: Der Beschluss zur Versorgung der Hinterbliebenen aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, die Einführung einer flächendeckenden Polizeiseelsorge, die neue Struktur des Landeskirchenamtes, die Neuwahl von Barbara Rudolph als neue OKR für die Ökumene und eine Arbeitshilfe für das Gespräch mit dem Islam. Auch hier wird vieles für die Gemeinden und die Engagierten in der EKiR weiter zu verfolgen sein. Aber es erscheint unangemessen, dass hier jetzt rasch abzuhandeln und deshalb werden diese Ergebnisse in einer späteren Ausgabe von Transparent zu würdigen sein. Immerhin hat die neue Landessynode ihre Arbeit energisch aufgenommen und es ist zu hoffen, dass für die kommenden Jahre auch ein intensiver Dialog zwischen den Synodalen und den Aktiven aus Kirche und Gemeinde in Gang kommt oder bleibt, damit die jährlichen Treffen im Januar den Wiegeschritt – zwei vor, einen zurück – zumindest beibehalten können und so den Weg der EKiR in die Zukunft konstruktiv gestalten. Denn am Ende sind auch Synodale nur „Abgeordnete“, die die Unterstützung und auch den Druck der Basis brauchen, um die Bewegung in der Kirche auch in ihrem obersten Gremium weiterzugeben. ☐

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„75 Jahre Barmer Theologische Erklärung“

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Gerhard Dilschneider

Ein Zwischenruf

aus Anlass der Veröffentlichung der Arbeitshilfe der EKD, UEK und VELKD

„75 Jahre Barmer Theologische Erklärung“

Es ist erfreulich, dass EKD, UEK und VELKD in einer gemeinsamen Arbeitshilfe das Jubiläum zum Anlass nehmen, erneut auf die Barmer Theologische Erklärung hinzuweisen und Materialien an die Hand geben, damit Gruppen und Gemeinden damit arbeiten können.
Jedoch weist die Broschüre ein nicht zu übersehendes Defizit auf. Einer der Beiträge befasst sich mit der Rezeptionsgeschichte nach 1945 und erwähnt in einem einzigen Satz (Zitat) „Auch im ökumenisch-weltweiten Kontext seien viele der neueren Bekenntnisse sichtbar durch Barmen inspiriert.“ (S. 16). Dieser magere Hinweis weist darauf hin, dass es möglicherweise auch eine – ökumenische – Rezeptionsgeschichte zu „Barmen“ gibt. Leider erfährt der Leser nicht mehr, denn die Materialsammlung behandelt das Thema  ausschließlich aus der deutschen Perspektive.
Dieses Zitat ist also der einzige dürftige Hinweis auf den Umstand, dass vielleicht auch andere Kirchen, Gruppen und Christen im weltweiten ökumenischen Kontext die Barmer Theologische Erklärung für ihre eigene ekklesiologische aktuelle Situation als wichtigen Impuls angesehen haben.
Deshalb ist es außerordentlich bedauerlich und ein schweres Manko, dass in diesem ansonsten so wichtigen Heft nicht auf folgende Initiativen und Dokumente zum ökumenischen Rezeptionsprozess eingegangen wird:

  • die Niederländisch-Reformierte Kirche nahm 1949 „Barmen“ entgegen als „einen Beweis erneuten reformatorischen Bekennens“;
  • die Batakkirche (Indonesien) erwähnte 1951 im Vorwort ihres Bekenntnisses „Barmen“ als Beispiel eines Kampfes um Religionsfreiheit;
  • die Presbyterianisch-Reformierte Kirche Kubas sprach 1977 in der Einführung zu ihrem Bekenntnis von der Barmer Theologischen Erklärung;
  • die Presbyterianische Kirche (USA) sowie die Presbyterianische Kirche in der Republik Korea (PROK) haben „Barmen“ nachweislich als Bekenntnis, das auch für sie gilt, aufgenommen;
  • die Erklärung der japanischen Christen aus Anlass des Thronwechsels des Tenno 1989 steht in der Tradition von „Barmen“.
  • das KAIROS-Dokument einer Gruppe südafrikanischen Christen unterschiedlicher Institutionen und Kirchen von 1985 wäre ohne „Barmen“ so nicht zustande gekommen;
  • und auch das Belhar Bekenntnis der Synode der Nederduitse Gereformeerde Sendingskerk in Südafrika von 1986 steht in der „Barmer“ Tradition.
  • Der Reformierte Weltbund beschloss bei seiner 23. Generalversammlung in Accra (2004) einen Bund für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit und formulierte im Teil II ein „Bekenntnis des Glaubens“, welches sich in Aufbau und Formulierung an der Barmen Erklärung orientiert.


Dies sind nur einige Dokumente und Initiativen, in denen Christen und Kirchen aus der Ökumene sich direkt auf „Barmen“ bezogen oder sich inspirieren ließen. 1966 sagte A. Vissert’ Hooft (ehem. Generalsekretär des ÖRK), dass es „die Aufgabe aller Kirchen (sei), zu fragen, ob irgendwo und irgendwann in der Kirchengeschichte Wahrheit in entscheidender Weise formuliert worden ist, die alle Kirchen annehmen und bestätigen sollten.“ (Er glaubt) „dass die wesentlichen Feststellungen des Barmer Bekenntnisses in jene Entscheidungskategorie gehört, die für alle Kirchen Gültigkeit besitzt.“
Auch die in Deutschland verfassten folgenden Texte sind sicherlich in Erinnerung an „Barmen“ formuliert worden:

  • das Stuttgarter Schuldbekenntnis von 1945;
  • das Darmstädter Wort des Bruderrates der Evangelischen Kirche von 1947;
  • die Erklärung der Delegation der EKD und der Kirchen des Protestantischen Bundes in Frankreich, die 1994 anlässlich des 60. Jahrestages der Barmer Bekenntnissysode verfasst wurde.


In diesem Rahmen sollte auch erwähnt werden, dass die intensiven ökumenischen Diskussionen und Beschlüsse zu einem „status confessionis“ (z.B. des Lutherischen Weltbundes 1977 in Daressalam und der Generalversammlung des Reformierten Weltbundes 1982 in Ottawa) von den Aussagen der Barmen Erklärung beeinflusst wurden.
Es ist verständlich, dass eine solche Broschüre nicht ausführlich auf alle Zusammenhänge eingehen kann. Dass aber dieser hochinteressante und reiche ökumenische Rezeptionsprozess dem Leser in einer Jubiläums-Arbeitshilfe so vollständig oder aus Ignoranz vorenthalten wird, ist ein Hinweis darauf, dass Vorgänge in der Ökumene zu diesem Thema für die Verfasser der Broschüre offensichtlich nicht gesehen wurden oder keinerlei Bedeutung haben, was einem Armutszeugnis gleichkommt.
Leider lassen auch das Andachts- und Gottesdienstmaterial jeglichen ökumenischen Bezug vermissen.
Im EKD-Impulspapier „Kirche der Freiheit“ wird zwar die weltweite Ökumene in Stichworten erwähnt, aber ein Kompetenzzentrum (Leuchtturm) wurde für dieses Arbeitsgebiet nicht vorgesehen.
Dabei sollte man sich z.B. nur ein wenig mit dem Buch „Folgen Christlicher Freiheit“ (Neukirchener Verlag, 1983), des Ratsvorsitzenden des EKD, Dr. Wolfgang Huber, beschäftigen, der sich in dem Band ausführlich mit den Barmer Thesen befasst. Bemerkenswert dazu ist das Kapitel „Wahrheit und Existenzform“ (S. 169 ff), in dem der Autor von Bonhoeffer ausgehend schreibt: „Zu den Kennzeichen seines (Bonhoeffers) Kirchenverständnisses gehört es gerade, dass er Bekenntnis und Ökumene aufeinander bezieht.“
Diese Dimension klammert die Arbeitshilfe leider völlig aus und sie verharrt in einer parochialen und provinziellen Sicht der Dinge, die sich die deutschen Kirchen, die in weltweiten Zusammenhängen lebt, nicht erlauben sollten. ☐

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