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1-2014

Gütekraft – von Charismatikern der Gewaltfreiheit lernen

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Vorzustellen ist das weitgespannte Forschungswerk des Essener Pfarrers und Friedensforschers Martin Arnold über „Gütekraft“.

 Das Wort „Gütekraft“ noch recht ungebräuchlich im deutschen Sprachraum. Es handelt sich um die Übertragung dessen, was Mohandas K. Gandhi mit einem von ihm geschaffenen speziellen Begriff „Satyagraha“ bezeichnete, die besondere, von ihm entwickelte, auf grundlegende Veränderung schlechter gesellschaftlicher Zustände abzielende Methodik, die im weitesten Sinn auf Anwendung von Gewalt bewusst verzichtet. In der englischsprachigen Literatur, die sich darauf bezieht, spricht man von „Nonviolence“.

Im Deutschen hat man in der Regel „Nonviolence“ mit „Gewaltfreiheit“ bezeichnet oder von „Gewaltfreier Aktion“ gesprochen. Diese Übertragungen, sowohl die englische wie die deutsche, treffen aber, so Martin Arnold, nicht die positive Fülle dessen, was Gandhis „Satyagraha“ ausmacht und was man bei der Inanspruchnahme dieser Streitkultur erfährt, in der es um gesellschaftliche Veränderung geht. Darum plädiert er seit langem- wie auch andere Friedensforscher - nun auch in seinem großen Werk für die Verwendung des Wortes „Gütekraft“.

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